Was gut ist für mich, ist nicht immer gut für dich.

Ich möchte ein paar Beispiele erwähnen, um aufzuzeigen wie unterschiedlich Nahrungsmittel auf deinen Organismus wirken können. Jedem Nahrungsmittel werden in der TCM ein gewisser Geschmack (süß, sauer, bitter, scharf, salzig) und Thermik (kühl, kalt, neutral, warm, scharf, heiß) zugeschrieben. Wiederum wirken diese Eigenschaften in jedem Organismus unterschiedlich. Denn je nachdem was sich gerade bei dir oder eben bei mir im Inneren, unter anderem im Verdauungstrakt abspielt, ob zB ausreichend Energie und Wärme, ein Mangel an diesen oder eine Fülle an Nässe, Schleim etc. vorhanden sind, so kann sich die Wirkung von einem Lebensmittel bei uns beiden total unterschiedlich äußern, uns unterstützen, sättigen uns nähren oder sogar müde, träge machen etc.


Ein paar Beispiele:


Dinkel, ist mittlerweile sehr beliebt und zu einem Trend geworden. Hast du dich aber gefragt wie Dinkel in deinem Körper wirkt? Aus TCM-Sicht ist Dinkel vom Geschmack her, süß und von der Thermik, kühlend. Es ist sehr nährend. In der TCM sprechen wir von sehr "yinnig". Er nährt das Yin (Knochen, Mark, die Essenz) und das Blut (Achtung: Bei primären Blutmangel und nicht wenn Magen-Dickdarm schwach sind!). Ist dein Verdauungstrakt geschwächt oder herrscht zB Energiemangel vor, wird Dinkel deinen Verdauungstrakt eher mit einer Flut an Yin "überschwemmen". Wir merken dies unter anderem an Aufstoßen, Blähungen, Müdigkeit und Trägheit, etc.


Herrscht im Gegensatz ein Yin-Mangel (begleitet mit Leere-Hitze), vor, ist Dinkel eine Wohltat. Yin-Mangel manifestiert sich unter anderem mit nachfolgenden Symptomen: Warme, rötliche Handinnenflächen und Schläfen spätnachtmittags - nach 17 Uhr; Wechseljahre mit Nachtschweiß, Ausgezehrtheit, Burnout, Ein- und Durchschlafprobleme, Panikattacken, Palpitationen, Gastritis, Sodbrennen, verlangen ausschließlich nach kalten Getränken, etc.


Ein weiteres Beispiel wären Smoothies: Rohes Obst ist thermisch, kühl-kalt. Wie oben beschrieben, wird durch die kühl-kalte Thermik, die vom Verdauungstrakt benötigte Wärme, (natürlich über längere Zeit betrachtet), gelöscht bzw. wird der Verdauungstrakt geschwächt. Dadurch kann der Magen-Dickdarm-Trakt seiner Hauptfunktion, der Extraktion von wertvollem Qi nicht einwandfrei nachgehen, diese wird gehemmt. Wir werden uns unter anderem träge, antriebslos und müde fühlen, begleitet von einer schwachen Konzentration, Vergesslichkeit, leichter Desorientation, leicht depressivem Zustand etc.

Hingegen spricht bei Gastritis, Sodbrennen zB aus Stress bedingt bzw. bei einer primären Fülle, nichts dagegen. Es wäre aber ohnehin besser, bei dauerhaftem Stress, den Geist zu beruhigen, Abstand zu gewinnen, zu meditieren, Yogaeinheiten zu belegen oder thermisch kühlere Tees wie Kamille, Holunder, Grüntee oder Pefferminze (nachts vor dem Einschlafen), Blütentees wie Rose, Passionsblüte, Lavendel, Yasmintee zu genießen. Letztere beruhigen das Herz und wirken Stagnation, Anspannung entgegen. Süßholztee in Kombination wäre auch noch eine Möglichkeit, denn die Süße bringt die Wirkstoffe der Tees direkt in die Mitte bzw. erreicht den Magen-Verdauungs-Trakt. Wiederum bilden Magen-Herz-Hirn eine Achse. Dies bedeutet, dass das was wir unserem Körper zuführen, auch Einfluss auf unser Gemüt und unsere geistige Verfassung haben kann.


Du solltest immer die längerfristige Zeitachse im Hinterkopf haben, denn die Menge macht das Gift ... heißt es so schön.


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