Bitterstoffe, für wen & wieviel?

Bitterstoffe trocknen unsere Körpersäfte und leiten aus. Bei einer Energie-Mangel- oder Yin-Mangel-Konstitution sowie bei Trockenheit, bei Eisenmangel, Schwindel, trockenen Augen, Haut, Haaren, einer schwachen Verdauung sowie Energiemangel würde ich diese in geringem Maße genießen. Bei einer Yang-Fülle Konstitution (Immer warme Hände und Füße, laute Stimme, starke Nackenpartie, nie krank etc.) sowie bei Fülle-Symptomen wie Feuchter-Hitze sind diese mitunter förderlich. Allgemein handelt es sich dabei um Ablagerung von nicht gänzlich verdauten Speiseresten, welche sich im Körper bzw. in der Blutschicht ablagern und sich auch nach Außen hin bemerkbar machen. Welche dies sind wird noch nachfolgend beschrieben.



Nachfolgende Symptome und Ausscheidungen geben uns Auskunft, ob eine Fülle bzw. „Feuchte Hitze“ vorherrschen:

*Mundgeruch

*Profuser, intensiv riechender Schweiß

*Klebriger und intensiv riechender Stuhl

*erhöhte Cholesterinwerte, Arteriosklerose

*so genannter „Schlaf in den Augen“

*Grießkorn

*Etc.


Bedingt werden diese durch:

*Fettige ölige Nahrungsmittel

*Gebratenes

*Fastfood

*Zu viel an Kohlehydraten

*Zu viel an Zucker, Süßigkeiten

*Cocktails

*zu spätes nächtliches essen

*die Konstitution, vererbte Gene (Eltern hatten bereits Cholesterin)


Nahrungsmittel wie unter anderem Rucola, Chicorée, Artischocken, Kaffee, Schwarztee, etc. beinhalten Bitterstoffe, trocknen und leiten die bereits genannte Nässe, Schleim und Schlacken sowie Feuchte Hitze aus. Es sind auch Frühlingskuren förderlich, um die über den Herbst und Winter im Körper angesammelten „Abfälle“ auszuleiten.


Unsere Ernährungsgewohnheiten, der Lifestyle, die Konstitution, etc. sollten stets mit einbezogen werden. Deshalb ist es wichtig immer zunächst genau zu differenzieren (Liegt eine Fülle oder Mangel vor)!


Bei schwacher Verdauung - Bitterstoffe eher in geringem Maße genießen:

Bei einer schwachen Konstitution (zierliche, dünne, sehnige Personen), trägen Verdauung, Energiemangel, etc. gilt es Bitterstoffe zu meiden. Hin und wieder in Kombination mit anderen Zutaten wie Fleisch, in kleinen Mengen als Beilage ist ok, aber bitte vermeide Frühlingskuren ausschließlich mit Bitterstoffen. Denn wie bereits erwähnt leiten diese nicht nur „Abfall-Schlacken“, sondern auch die Nieren Essenz, Qi und Yang, aus. Mann könnte auch von unserem „Brennstoff“ und Antriebskraft sprechen, welche ausgeleitet wird. Also bei einem vorherrschenden Mangel bzw. Mangel-Symptomen soll keineswegs noch mehr an Energie abgeleitet werden, denn dies spiegelt auch, natürlich langfristig betrachtet, in der Funktionsfähigkeit aller Organe und unserer körperlichen Beschaffenheit wider.


Das wichtigste ist stets Genuss nach Maß!

Bitterstoffe, welche in Blattsalaten, Rucola, Artischocken, Chicorée, etc. enthalten sind können sehr wohl Bestandteil eines feinen Salates bilden. Sollen aber bei einer schwachen Mitte bzw. schwachen Verdauungstrakt nur in geringem Maße genossen werden.


Hier ein Rezept und Inspiration für die heißen Sommermonate:


Leichter Sommer-Salat - (3-4 Portionen):


125g Polenta – laut Zubereitungsempfehlung kochen & abkühlen lassen.


Nachfolgende Zutaten hinzufügen:

  • Handvoll Wallnüsse

  • Handvoll Rucola

  • 4-5 in zitronen-Olivenöl eingelegte Artischockenstückchen (Bio, beim dm! Superlecker😊

  • Rosinen, getrocknete Pfirsiche/Marillen (in Stückchen geschnitten). Stattdessen können auch getrocknete Tomaten beigemengt werden.

  • Zitronensaft

  • Schuss Kaltgepresstes Olivenöl, Weizenkeimöl oder Sesamöl


Prise an Gewürzen:

  • ½ TL Currypulver

  • ½ TL Curcuma

  • Prise Salz (nach Belieben)

  • Prise Pfeffer (nach Belieben)


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